Wie kann die Zusammenarbeit im Mehrebenensystem Bildung verbindlicher und wirkungsorientierter gestaltet werden? Dieser Frage wurde im Modellprojekt „Kooperation im kommunalen Bildungsmanagement“ in Sachsen-Anhalt nachgegangen. Auf der Landespressekonferenz am 19. Mai 2026 zogen die Beteiligten positive Bilanz. Die REAB Mitteldeutschland hat das Projekt von Beginn an begleitet.
Auf der Landespressekonferenz in Magdeburg zogen der Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt Jan Riedel und Vertreterinnen und Vertreter der Modellkommunen positive Bilanz.

Auf der Landespressekonferenz zum Abschluss des Modellprojekts „Kooperation im kommunalen Bildungsmanagement“ zog Bildungsminister Jan Riedel am 19. Mai 2026 eine positive Bilanz. Das strategische Vorhaben zielte auf die Stärkung der Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt und lief von 2022 bis 2025. Beteiligt waren neben dem Land die Modellkommunen Stadt Halle (Saale), Landkreis Börde und Burgenlandkreis. Das Modellprojekt war im Koalitionsvertrag der laufenden Legislatur verankert worden.
Die Regionale Entwicklungsagentur für kommunales Bildungsmanagement Mitteldeutschland (REAB Mitteldeutschland) hat das Projekt von Beginn an begleitet und gemeinsam mit Land und Kommunen erprobt, wie Zusammenarbeit im Mehrebenensystem Bildung verbindlicher und wirkungsorientierter gestaltet werden kann. Die Erfahrungen zeigen: Wenn Land und Kommunen frühzeitig, strukturiert und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, entstehen zuverlässige Lösungen und ein gemeinsames Verständnis von Bildungssteuerung über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.
Der Abschlussbericht, den das Land demnächst veröffentlicht, enthält konkrete Handlungsempfehlungen, wie die Weiterentwicklung datenbasierter Steuerungsinstrumente, die Etablierung eines dauerhaften Austauschformats zwischen Land und Kommunen und die stärkere Einbindung der Kommunen in Förder- und Gesetzesvorhaben gelingen kann. Die REAB Mitteldeutschland hat die zentralen Erkenntnisse in der Broschüre „Gemeinsam mehr erreichen! Land und Kommunen als starke Partner für Bildung“ veröffentlicht.
Für die Zukunft gilt es, den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen. „Die gewonnenen Erkenntnisse werden wir nutzen, um die Kooperation weiter auszubauen und Bildung in Sachsen-Anhalt noch besser und gerechter zu gestalten“, so Bildungsminister Jan Riedel. Die im Projekt erprobten Formate bieten dafür eine belastbare Grundlage. Entscheidend wird sein, diese weiter zu verstetigen und mit konkreten gemeinsamen Entwicklungsvorhaben zu verbinden. Die REAB Mitteldeutschland steht in diesem Prozess weiterhin begleitend zur Verfügung.

Norbert Blauig-Schaaf, Kommunalberatung Sachsen-Anhalt