Am 16. April fand in Dresden die zweite Jahreskonferenz des Projektes „DD-Lena: Dresden lernt nachhaltig“ statt. Sie richtete sich an Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Zuständige für Bildungsfragen in der Landeshauptstadt Dresden, um sie in die Weiterentwicklung und Verstetigung der bisherigen Projektergebnisse einzubinden. Damit markierte sie den Startschuss für die finale Projektphase.
Darüber diskutierten die Teilnehmenden der DD-Lena-Jahreskonferenz in mehreren Arbeits- und Austauschformaten.

„Dresden lernt nachhaltig!“ – unter diesem Motto steht die Umsetzung des Bundesprojektes „Bildungskommunen“ in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden. Die zweite Konferenz des Projektes „DD-Lena“ knüpfte an die Auftaktkonferenz 2025 an. Mit dieser endete die Erkundungsphase, in der unter anderem ein Wirkungsmodell erarbeitet wurde, und es begann die Erprobungsphase.
Die Erprobungsphase diente dazu, konkrete Formate und Ansätze zur Umsetzung der Projektziele entlang der Leitthemen Bildung für nachhaltige Entwicklung und Lebenslanges Lernen zu entwickeln und zu erproben. Auf der Jahreskonferenz 2026 wurden die Ergebnisse für die drei Module des Projektes – Monitoring, Vernetzung und Organisationsentwicklung – vorgestellt und gemeinsam mit Bildungsakteuren und Verantwortlichen für Bildungsplanung diskutiert.
Verbindendes Lernen als Leitkonzept
Bereits in der ersten Phase stellte sich das Projekt der Frage, welche Bedingungen es für nachhaltiges, zukunftsgerechteres Lernen in Dresden braucht. Hierzu beschäftigte sich das Team um Dr. Anja Osiander, Dr. Susanne Tübel und Dr. Elisabeth Liebau intensiv mit den Zielgruppen des Projektes und entwickelte ein detailliertes Wirkungsmodell.
Hieraus ergab sich auch die inhaltlich-strategische Orientierung für das Projekt DD-Lena: das Konzept des „Verbindenden Lernens“. Es steht für eine Kultur und Haltung, die Offenheit für Veränderungen und den Blick in die Zukunft fördert. Ziel ist es, Lernangebote durch die Verbindung verschiedener Dimensionen, Perspektiven und Lerngruppen weiterzuentwickeln, Lerngemeinschaften zu stärken und Lernorte so zu gestalten, dass nachhaltiges und zukunftsorientiertes Lernen in Dresden möglich wird. Der Rückblick zeigte, dass sich dieses Leitkonzept als tragfähige Grundlage erwiesen hat.
Entscheiderinnen und Entscheider in die Verstetigung einbinden
Auf der diesjährigen Jahreskonferenz „DD-Lena“, die in der Dreikönigskirche in Dresden stattfand, sollten die im Projekt entwickelten Ansätze auf die nächste Stufe gehoben werden. „Nach der Erprobung kommt die Verstetigung. Und dafür brauchen wir die Entscheiderinnen und Entscheider“, bringt Anja Osiander die Idee hinter der Konferenz auf den Punkt. Eingeladen waren deshalb alle Bildungsakteure und Zuständige für Bildungsfragen, etwa Verantwortliche aus der Stadtpolitik und Stadtverwaltung, den Landesbehörden und der Dresdner Bildungslandschaft.
Zu Beginn präsentierte das Team von „DD-Lena“ die bisherigen Aktivitäten und erreichten Meilensteine. Das Monitoring arbeitet mit einem dreiteiligen Konzept: Es bietet mit der „Grafik des Monats“ schlaglichtartige Einblicke in „Verbindendes Lernen“ in Dresden, entwickelt Frühwarnindikatoren für hochwertige Bildung im Sinne des vierten Nachhaltigkeitsziels der UN und trägt Kennzahlen zusammen, die zeigen, wie Schulen in Dresden Nachhaltigkeit im Sinne des „Whole Institution Approach“ (WIA) auf allen Ebenen verankern – vom Unterricht über die Organisation bis hin zum täglichen Handeln.
Im Modul Organisationsentwicklung wurde die Gründung von Energieteams an 15 kommunalen Schulen – basierend auf der Arbeit mit dem WIA – vorgestellt. Es ging um deren Wirkung auf die Schulgemeinschaft und um das Thema Nachhaltigkeit im Schulalltag. Zudem gaben die Mitarbeiterinnen in den Modulen Monitoring und Organisationsentwicklung einen Einblick, welche Schritte zur Weiterentwicklung von Erfassung und Abrechnung des Wärmeverbrauchs an Schulen notwendig gewesen sind. Das Modul Vernetzung beschäftigte sich mit Ansätzen, die zeigen, wie Künstliche Intelligenz das Lernen in den Nachbarschaften unterstützen kann.
Gemeinsam zu nachhaltigem Leben und Lernen
Im Anschluss bekamen die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in Kleingruppen auszutauschen. Die Ergebnisse aus den Gruppenarbeitsphasen sollen dazu verwendet werden, die Arbeit im Projekt nah an den Bedarfen und Interessen der verschiedenen Akteure weiterzuentwickeln.
In der Arbeitsphase zum Modul Monitoring wurde ein Bereich der dreiteiligen Monitoringstruktur genauer betrachtet und zur Diskussion gestellt: das Frühwarnmonitoring für hochwertige Bildung. Gemeinsam diskutierten die Teilnehmenden einzelne Indikatoren im Hinblick auf deren Sinnhaftigkeit und Anwendbarkeit: Kann die Zielgruppe überhaupt mit den Daten arbeiten? Wenn ja, wie würden sie die Daten nutzen? Gibt es weitere Indikatoren, die für die Teilnehmenden interessant sein könnten?
Im Modul Vernetzung ging es um Kompetenzmodelle für das Lernen in den Nachbarschaften. Es wurde diskutiert, welche Rolle Künstliche Intelligenz für die Aufbereitung und Vernetzung von Angeboten spielen könnte. Welche Bedarfe haben die Akteure, die Lernangebote in den Nachbarschaften gestalten? Aber auch: Wie stellen die Akteure sich den Einsatz von KI vor, und stimmt das mit dem überein, was die neue Dimension von Wissensverarbeitung für die Gestaltung von Lernangeboten tatsächlich leisten kann?
Die Gruppenphase zum Thema „Nachhaltige Organisationsentwicklung an Schulen“ hatte zum Ziel, die Verstetigung der erprobten Instrumente rund um die Energieteams an Dresdner Schulen möglichst konkret und partizipativ mit allen Beteiligten vorzubereiten. Der WIA diente dabei als Leitfaden.
Zwei weitere Jahre für das „Verbindende Lernen“ in Dresden
In den verbleibenden zwei Projektjahren geht es darum, die entwickelten Ansätze zur Förderung „Verbindenden Lernens“ in Dresden weiter zu festigen. Das Projekt tritt nun in die dritte und letzte Phase ein: die Verstetigung der Ergebnisse. In dieser Phase werden auch die Ergebnisse aus den Diskussionen während der Konferenz einfließen. Welche Schritte nun folgen kann u. a. in der Präsentation der Jahreskonferenz nachgelesen werden.
Schon am 21. Mai 2026 fand die nächste Veranstaltung statt. An diesem Tag wurde das Engagement der Dresdner Schulen mit Energieteams für mehr Nachhaltigkeit im Schulalltag gewürdigt. Bei „DD-Lena: Dresden lernt nachhaltig“ geht die Arbeit also weiter. Wir sind gespannt und freuen uns auf die kommenden Projektjahre.